Seit dem 2. Januar 2019 hat Hannes Albers seine Feininger-Galerie
in Benz auf Usedom geschlossen. Altersbedingt, war noch vor Wochen die Begründung, aber:

Benz auf Usedom war gestern.

Das Kaiserbad Bansin ist Jetzt!

Der Galerist Hannes Albers (80), der am 1. Januar 2019, zum letzten Male in der Benzer Rohrdach-Scheune aus dem 19. Jahrhundert die Besucherinnen und Besucher empfangen hat, setzt sich nicht zur Ruhe. Insider haben dies sowieso nicht erwartet.

Nach dem Motto Die Katze läßt das Mausen nicht, übernimmt der Galerist, der bereits seinerzeit von 1977 bis 1999 im Torhaus von Gut Panker an der Hohwachter Bucht in Schleswig-Holstein, auch damals schon gemeinsam mit Hannelore Stamm, überregionale Aufmerksamkeit gefunden hatte, eine neue Aufgabe. Diesmal nicht fernab der Küste im Usedomer Achterland, sondern ganz vorn an der Promenade des Kaiserbades Bansin.

Ich habe die große Chance, so meint der Achtzigjährige, im modernen Hotel Kaiserstrand der Seetelgruppe unmittelbar an der Ostsee in einem Schauraum eine neue Marke aufzubauen: Den

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Die Usedomer Drei-Kaiser-Bäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin stehen in der Tradition der Kaiserzeit, die Bäderarchitektur der damaligen Zeit prägt die Insel. In dieser Konzentration ist diese wunderbare Architektur, die erhalten blieb oder modern saniert worden ist, nur auf Usedom zu finden.

In der Kaiserzeit kam auch der Amerikaner Lyonel Feininger, später einer der weltberühmten Bauhauskünstler in Weimar und Dessau, von 1908 bis 1913 regelmäßig auf die Insel. Er erwanderte oder erradelte sich hier, mit einem Fahrrad der amerikanischen Marke Cleveland Ohio, Hunderte von Natur-Notizen, die später als Grafiken, Aquarelle oder Ölbilder in sein Gesamt-Werk einflossen. Viele Werke hängen heute in weltberühmten Sammlungen und Museen. Diese Tradition soll auch der KulturSalon im KaiserStrand pflegen und an das Usedomer Werk von Lyonel Feininger (1871-1956) erinnern. So schließt sich ein Kreis.

Herzlichst Hannes Albers,
auch für Hannelore Stamm,
Usedom, 2019